Für Multikopter ist der Himmel in Deutschland fast wie verdrahtet

§ 21b (3) Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) besagt, das in begründeten Fällen die zuständige Behörde Ausnahmen von den Betriebsverboten nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 9 zulassen, wenn die Voraussetzungen von § 21a Absatz 3 Satz 1 erfüllt sind. 2§ 20 Absatz 5 und § 21a Absatz 5 und 6 gelten entsprechend.


Und hier ist das größte Problem begraben. Die zuständigen Behörden führen hier z.B. an, dass der von den Antragsstellern genannte Grund (Gewerbe) zur Erteilung einer Ausnahme vom Betriebsverbot nicht ausreichend sei. Sie stellen z.B. die Gefahr für die Leichtigkeit des Verkehrs (Schiff, Bahn...) als bedeutender an, sie nehmen die bloße Möglichkeit der Gefahr einer Verletzung der Persönlichkeitsrechte als Grund eine Ausnahmegenehmigung zu verwehren.


Bevor diese Verordnung so Anwendung findet, dass sie dem Gewerbe der Flugfotografie förderlich ist, werden noch zahlreiche Behörden sich in der Anwendung üben und Gerichte in entsprechenden Urteilen Lösungen finden müssen. Doch bis das passiert ist werden viele Unternehmen auf der Strecke bleiben oder das Handtuch werfen. Damit wird Deutschland sich hintenanstellen müssen bei der Entwicklung und Anwendung der Multikoptertechnologie. Andere werden das Rennen machen, weil sie die dafür optimalen Rahmenbedingungen schaffen und nicht alles und jedem eine Fußfessel ans Bein binden.


Für einen Multikopter Piloten ist der Himmel sein Arbeitsplatz. Die neue Verordnung verwehrt ihm den Zutritt.... Bravo Herr Minister Dobrindt. MADE in GERMANY das war mal, das erledigen so jetzt andere!


(MGG)

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