Köln - Drohnen-Alarm im Grüngürtel​​

  • Montag, 11.09.2017, 06:30

    Köln - Drohnen-Alarm im Grüngürtel


    Im Grüngürtel fühlen sich laut Grünen die Spaziergänger von umherschwirrenden Drohnen belästigt.

    Foto: Patric FouadIm Grüngürtel fühlen sich laut Grünen die Spaziergänger von umherschwirrenden Drohnen belästigt.


    Es war das Trend-Geschenk des vergangenen Jahres.

    von Chris Merting

    Ferngesteuerte Flugobjekte, mit denen man etwa wunderbare Fotos aus luftiger Höhe schießen kann.

    Doch um das Schwirren der beliebten Drohnen gibt’s jetzt mächtig Ärger im Grüngürtel: Laut Grünen fühlen sich Anwohner und Spaziergänger belästigt – die Stadt soll nun einschreiten!


    Unheimliche Begegnungen

    Im Grüngürtel komme es immer häufiger zu unheimlichen Begegnungen zwischen Mensch und ferngesteuerten Flugobjekten. Das ruft jetzt die Politik auf den Plan.

    „Seit einiger Zeit werden Erholungssuchende im Landschaftsschutzgebiet Äußerer Grüngürtel von Drohnenflügen belästigt“, berichten die Grünenin Lindenthal.

    So würden die Drohnen „im lauten Steig- oder Sinkflug durch die Lüfte gejagt und „erschrecken sowohl Kinder wie Erwachsene“.


    Grünen fordern Regel-Verschärfung

    Die Grünen wollen das nicht kampflos hinnehmen. Die Fraktion in der Bezirksvertretung Lindenthal setzt das Thema deshalb auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung am 18. September.

    Die Fraktionschefin Claudia Pinl sieht die Stadtverwaltung in der Pflicht und will von ihr wissen: „Welche ordnungsrechtlichen Handhaben existieren, um die Belästigung und Gefährdung von Menschen durch die zunehmende Zahl ferngesteuerter Flugobjekte (Drohnen), insbesondere im Äußeren Grüngürtel, zu unterbinden?“

    Außerdem soll die Stadt darlegen, in welcher Weise gegen die Verursacher vorgegangen werde und wie das kontrolliert werden soll.

    Verbot steht zur Diskussion
    Für Grünflächen sieht die Kölner Stadtordnung bislang vor, dass selbst das Drachensteigen und Ähnliches auf Wiesen von öffentlichen Grünflächen insoweit erlaubt sind, „als andere Personen hierdurch nicht gefährdet oder mehr als den Umständen nach unvermeidbar behindert werden können“.

    Modellfluggeräte wie beispielsweise kleine Flugzeuge dort zu nutzen, sei sogar ganz verboten – ausgenommen hiervon sind ungefährliche Kinderspielzeuge. Beides sind Ordnungswidrigkeiten, für die Strafen von 35 bis 250 Euro, im ersten Fall bis 500 Euro verhängt werden können.

    Ob die Drohnen bald auch dazu zählen, steht nun zur Diskussion.


    Quelle http://www.focus.de/regional/k…enguertel_id_7575219.html