MODELLSPORT - Drohnen fliegen zu Schwanensee

  • MODELLSPORT - Drohnen fliegen zu Schwanensee

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    Modellsportclub Oldenburg-Edewecht übt für das Drohnenballett: Jugendleiter (v.l., hinten) Michael Kastner, Manfred Nubinus und Dr. Stefan Schmitt mit der Jugendgruppe.Bild: Anna-Lena Sachs


    Anna-Lena Sachs

    Die Jugendlichen des Modellsportclubs Oldenburg-Edewecht stellen eine Live-Show auf die Beine. Auch ein Massenstart der Mirko-Fernlenkflugzeuge wird gezeigt.

    JEDDELOHEine Drohnenflugshow und dazu die „Schwanensee“-Melodie auf der Geige? Klingt verrückt, kann aber an diesem Sonntag, 11. Juni, um 15 Uhr im Rahmen des Landfrauen-Aktionstages im Bauerngarten Anke zu Jeddeloh, Wischenstraße 9, bewundert werden.

    Umgesetzt wird das Ganze von Jugendleiter Dr. Stefan Schmitt und den Jungs und Mädchen vom Modellsportclub Oldenburg-Edewecht. „Wir geben den Rahmen, dass die Kinder sicher und spaßig fliegen lernen“, erklärt Stefan Schmitt. Mit kleineren Modellflugzeugen fangen sie an. Bevor sie mit einer Drohne – ein ferngesteuertes Flugobjekt mit Propeller – fliegen, brauchen sie Übung. Wichtig ist, dass die Jugendlichen bei Windstille fliegen lernen, sonst könnten die leichten Drohnen schnell kaputt gehen, wenn sie mit etwas kollidieren. „Bei der Vorbereitung und bei der Landung kann am meisten kaputt gehen.“

    Sicherheit geht vor

    Zudem müssen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden, da sich die Jugendlichen sonst an den scharfen Propellern schneiden könnten. „Bei den kleinen Drohnen blutet vielleicht etwas, bei größeren Drohnen ist ein Finger ab.“ Doch die Jugendleiter, Michael Kastner, Manfred Nubinus und Stefan Schmitt, passen auf, dass nichts passiert. Darüber hinaus lernen sie, im Notfall eine Sicherheitslandung durchzuführen: Dabei sollen sie darauf achten, immer in einem Feld zu landen und nicht in der Nähe von Menschen, um diese zu schützen.

    Dramatischer Absturz

    Bei dem Live-Flug wollen die Jugendlichen nun ihr Können unter Beweis stellen. Große Konzerne machen öfter ähnliche Flugshows – „es ist eine verrückte Idee, aber warum nicht.“ Stefan Schmitt wird selbst die Geige spielen, während die Jugendlichen die Drohnen für die Gäste vorführen. „In Jeddeloh werde ich mit einer über 100 Jahre alten Geige spielen.“ Dabei achtet der Jugendleiter darauf, was sich bei den Drohnen abspielt und stimmt die Melodie darauf ab. So wird auch der Absturz einer Drohne gezeigt – untermalt mit dramatischer Musik. „Man muss es spontan machen, das ist ein ungeheurer Reiz.“ Zwischen den Zuschauern und den Drohnen befindet sich während der Show ein Netz zum Schutz.

    Auch Mikro-Fernlenkflugzeuge sollen an diesem Sonntag zum Einsatz kommen und einen Massenstart hinlegen. Doch der 12-jährige Kim von der Jugendtruppe fliegt lieber mit seiner Drohne. Für ihn ist die Bedienung leichter als die Handhabung eines Modellflugzeugs. Und: Die Drohne verfügt zusätzlich über eine Kamera, mit der er während des Fluges etwas aufnehmen kann.

    „Früher war es ein Hobby von Millionärskindern, heute können alle Kinder mitmachen.“ Manche Drohnen liegen preislich bei 30 Euro. Doch auch der Modellsportclub selbst hat einige Flugzeuge, die die Kinder benutzen können.

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    Anna-Lena Sachs

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    NWZ-Redaktion

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    Quelle nwzonline.de