Wo Drohnen in Mecklenburg-Vorpommern verboten sind

  • Grimmen/Stralsund/Greifswald/Heringsdorf/Barth/Sassnitz
    Wo Drohnen in Mecklenburg-Vorpommern verboten sind

    Das Urlaubsland ist wie geschaffen für Aufnahmen aus der Luft. Doch nicht überall, wo es schön ist, sind Kopter mit Kameras auch erlaubt. Wer die Regeln der neuen Drohnenverordnung missachtet, riskiert hohe Strafen.


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    Vorpommern bietet traumhafte Fotomotive für Drohnenpiloten – doch vielerorts ist die Fliegerei durch die neue Drohnenverordnung der Bundesregierung mittlerweile verboten oder stark reglementiert. Wer ein Gerät zu Weihnachten geschenkt bekommen hat und einfach losfliegt, riskiert hohe Strafen. Der für Fotos beliebte Königsstuhl auf Rügen darf mit Drohnen beispielsweise überhaupt nicht überflogen werden. „Anfragen werden grundsätzlich abgelehnt, meist auch solche von professionellen Filmteams“, sagt Katrin Bärwald, Sprecherin vom Nationalpark Jasmund. Brütende Vögel in der Kreidewand könnten durch die Fluggeräte gestört werden. „Werden die Piloten erwischt, kann das zu empfindlichen Bußgeldern führen“, sagt Katrin Bärwald.


    In Städten ist das Fliegen mit Drohnen fast unmöglich


    Auch in Hansestädten wie Greifswald und Stralsund ist das Fliegen mit Drohnen fast gänzlich verboten. Grundsätzlich gilt: Wohnhäuser dürfen nicht überflogen werden, es sei denn, die Bewohner stimmen ausdrücklich zu - in Städten ein nahezu unmögliches Unterfangen. Weil immer mehr Piloten die Regeln ignorieren, hat die Stralsunder Verwaltung jetzt einen Leitfaden veröffentlicht. „Dass Drohnen über Stralsund fliegen, hat enorm zugenommen“, sagt Stadtsprecher Peter Koslik.

    Wo ist das Fliegen mit Drohnen erlaubt und wo muss der Kopter am Boden bleiben? Einfach durch die Bildergalerie klicken.


    Alexander Müller



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    Sind Aufnahmen über Hansestädten wie Stralsund erlaubt?

    Es ist zwar nicht grundsätzlich verboten, dennoch dürften Drohnenflieger nur wenige Bereiche im Stadtgebiet finden, wo sie ungestraft umherkreisen dürfen. Grundsätzlich gilt: Wohnhäuser dürfen nicht überflogen werden, es sei denn, die Bewohner stimmen ausdrücklich zu. Auch zu Behörden, Fernstraßen, Schienen und Industrieanlagen muss ein Abstand von 100 Metern eingehalten werden – da bleibt in Städten nicht mehr viel übrig. "Es gab den Fall, dass jemand bei Nacht über die JVA Stralsund geflogen ist", berichtet Stralsunds Stadtsprecher Peter Koslik. Das geht natürlich gar nicht – Nachtflüge sind tabu genauso wie Flüge über ein Gefängnis.

    Quelle: Stefan Sauer/dpa



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    Dürfen Drohnen über dem Königsstuhl an Rügens Kreideküste kreisen?

    Klare Antwort: Nein. In Naturschutzgebieten haben Drohnen generell nichts zu suchen. "Anfragen werden grundsätzlich abgelehnt, meist auch solche von professionellen Filmteams", sagt Katrin Bärwald, Sprecherin vom Nationalpark Jasmund. Brütende Vögel in der Kreidewand könnten durch die Fluggeräte gestört werden. "Werden die Piloten erwischt, kann das zu empfindlichen Bußgeldern führen", sagt Katrin Bärwald.

    Quelle: VIDICOM


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    Was ist mit Großveranstaltungen?Dort ist das Fliegen grundsätzlich verboten. Die Verletzungsgefahr wäre viel zu groß. Beim Sundschwimmen in Stralsund gab es vor einigen Jahren den Fall, dass eine Drohne über die Sportler geflogen ist. Laut Veranstalter gab es mehrere Beschwerden und ein Nachspiel für den Piloten.

    Quelle: Stefan Sauer/dpa



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    Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Kilometern einzuhalten. Das gilt sowohl für größere Flughäfen wie in Laage bei Rostock und Heringsdorf auf Usedom, aber auch für kleine Flugplätze wie in Güttin auf Rügen. Gleiches gilt für Hubschrauberlandeplätze in der Nähe von Krankenhäusern. Der Greifswalder Rettungspilot Bernd Rosenberger von der DRF Luftrettung berichtet von mehreren Fällen, bei denen eine Drohne den Flugbetrieb gestört hat. "Im schlimmsten Fall kann es zur Kollision und zum Absturz kommen", sagt Rosenberger.

    Quelle: Peter Binder


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    Darf ich an Vorpommerns Stränden fliegen?

    Tausende Touristen kommen jedes Jahr nach MV, um Meer, Wellen und Landschaft zu genießen – und zu fotografieren. Das Fliegen ist vielerorts erlaubt, zum Beispiel an den Stränden von Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin auf der Insel Usedom. Piloten müssen aber einige Einschränkungen beachten. "Wer über den Strand fliegt, muss das vorher der Gemeinde melden", sagt Heringsdorfs Vize-Bürgermeister Marcus Strömich. Außerdem muss auf die Privatsphäre von Badegästen Rücksicht genommen werden, besonders in FKK-Bereichen. Grundsätzlich gilt: Ist der Strand voll oder liegt in einem Naturschutzgebiet, bleibt der Kopter am Boden.

    Quelle: Hannes Ewert


    Quelle:http://www.ostsee-zeitung.de/B…-Vorpommern-verboten-sind





  • Zu dem Thema hätte ich gleich ein paar Fragen.


    Ich fahre im September nach Usedom, wie sieht es da oben aus zwecks Drohenfliegerei?

    Ostsee gilt ja als Bundeswasserstraße und fast alles da oben ist ja Naturschutzgebiet!


    Hat jemand Tips und Infos für mich?


    Gruß

    Matze

  • Gute Frage - ich gehe mal davon aus.

    DFS = Deutsche Flugsicherung.

    Alternative: Map2Fly - wird aber "privat" versorgt.

    Oder Du erkundigst Dich bei den lokal zuständigen Stellen. Diese herauszufinden düfte aber nicht ganz einfach sein. Ist aber Nichts für einen spontanen Flug.

    Bisher bin ich mit der DFS-App aber ganz gut gefahren. Solltest Du was Besseres wissen, dann teile uns das mit. Bin da sehr interessiert. ;)

  • Also laut der DFS App liegen Heringsdorf und Bansin in einen hellroten Bereich, da es in Heringsdorf einen kleinen Flughafen gibt. Daraufhin habe ich bei dem Flughafen per Mail nachgefragt. Angegeben habe ich das ich Kenntnisnachweis, Vericherung habe und max 100m hoch fliege und mich auch sonst an Regeln und Gesetzte halten möchte.

    Antwort:

    Hallo Herr xxx,


    wie ich Ihrer Mail entnehme, finden die Flüge der Drohne nicht im Bereich des Flughafens statt.

    Demzufolge gibt es unsererseits keine Bedenken.


    Mit freundlichen Grüßen

    Xxxx

    Sollte ich bei der Gemeinde nochmal nachfragen?

  • ... und max 100m hoch fliege ...

    Sollte ich bei der Gemeinde nochmal nachfragen?

    Fragen schad nix. ;)

    Ich würde evtl. auch noch die Polizei informieren, damit die Bescheid wissen.

    Die Angabe der 100m hättest Du Dir sparen können. Höher darfst Du eh nicht. Noch. Sind bald 120m.